Bezirksbürgermeister von Mitte zu Gast in Charlottenburger Friedenskirche
Dr. Christian Hanke, Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte, durchwanderte am 04.08.2010 zwei Hinterhöfe in der Bismarckstr. 40 in Berlin-Charlottenburg. Seit 1898 befindet sich hier neben der Deutschen Oper ein unter Denkmalschutz stehendes Kirchengebäude im roten Backsteinklinker. Dort traf der SPD-Politiker den Geistlichen der baptistischen Hinterhofkirche, Pastor Hendrik Kissel, und ließ sich von ihm das 80 Quadratmeter große Wandgemälde im Kirchenschiff erläutern. Auf dem farbenfrohen Wandbild „FriedensBewegung“ wird im expressionistischen Stil das ehemalige Ostberlin mit seinen vielen aktiven DDR-Kirchen, der Mauerfall am Brandenburger Tor sowie das ehemalige jüdische Leben in der alten City West dargestellt. Das Wandbild „FriedensBewegung“ soll Menschen zu politischem, religiösem und gesellschaftlichem Leben in Berlin bewegen.
Die Friedenskirche bewegt sich wirklich „im Bilde“, dies stellte Dr. Christian Hanke bereits im April 2010 auf dem türkischen Kinderfest 23.Nisan vor dem Brandenburger Tor fest und sagte Pastor Kissel einen Besuch in dem benachbarten Bezirk zu. Die Charlottenburger Kirchengemeinde ist seit einigen Jahren auf vielen Straßenfesten in Berlin mit ihren Kinder- und Jugendangeboten unterwegs, so auch als einzigste christliche Kirchengemeinde auf dem bunten Mulitkultifest in Berlin-Mitte.
Der Bürgermeister von Mitte besuchte Charlottenburg. So manches verbindet diese beiden unterschiedlichen Bezirke Mitte und Charlottenburg: Beide haben seit genau 111 Jahren drei lebendige Baptistengemeinden. Alle befinden sich in Hinterhöfen. Außer der Friedenskirche ist eine weitere der drei Kirchen ebenfalls mit einem großen Wandgemälde (120 Quadratmeter) geschmückt.
Nach dem Austausch über Religion, Politik und Stadtgeschichte verabredete man, in Kontakt zu bleiben und wenn möglich die künstlerischen „Schmuckstücke“ im Rahmen von Berliner Stadtführungen stärker zu berücksichtigen.