Gemeindeforum Gottesdienst 2009

Im Zuge der VisionBerlinCity gehört die Gottesdienstgestaltung zum elementaren Thema. Begegnungspause mit Kaffeetrinken, Formen der Liturgie - wie geht es weiter?

Am Mittwoch, den 24. Juni 2009, kamen die folgenden Menschen im Gemeindeforum zum Thema Gottesdienst zusammen, um die nachstehenden Punkte zu besprechen:

Teilnehmer:
Sven-Simon Lesaar; u50
Ellen Brecht; u50
Mario Specht; u50
Ramona Jung; u50
Susi Dähnert; ü50
Frau Spiegel; ü50
Ruth Bubach; ü50
Lothar Dittrich; ü50
Ingeborg Zerna; ü50

Ann-Christin Steinke; HA
Carola Ihlenburg; HA

Joachim Jäger; GL
Frank Spielmann; GL
Hendrik Kissel; GL/ HA
Günter Spielmann; GL
Bärbel Fiedler; GL
Renate Lawrenz; GL

Teil 01; Vorstellung Konzeptpapier "Gottesdienst" aus VisionBerlinCity

  • dazu offene Beteiligungsrunde/ Statements der Teilnehmer
    • Hinweis auf Gottesdienstbesuch durch Fremde in den letzten Monaten, ca. 20 bis 30 Prozent/ Votum für Ansprechen von Fremden innerhalb der Kaffeepause (GS)
    • schöne Atmosphäre in den Gottesdiensten (Frau Spiegel)
    • positives Empfinden der Gottesdienste in den letzten Monaten/ Wahrnehmen von Fremden in den Gottesdiensten/ in der Woche Leute die das Wandbild anschauen wollen)/ allgemein: positive Fremdwahrnehmung (AC Steinke)
    • Problem: Kirchenkaffee gut – aber: zu wenig Mitarbeiter/ ggf. werden „Neue“ als Mitarbeiter missbraucht (Ruth Bubach)
    • positive Entwicklung in der Wahrnehmung der Gottesdienste: anfangs skeptisch, mittlerweile positiv überrascht über den Ablauf (Lothar Dittrich)
    • Schwierigkeiten, von der Kaffeepause zur Predigt zur Ruhe zu kommen (Inge Zerna)
    • genau gegenteiliges Empfinden: kann nach der Kaffeepause sich besser auf Predigt konzentrieren (Carola Ihlenburg)
    • schauen über den Tellerrand wichtig, aber: hier ist mein Zuhause/ Wahrnehmung: hier bewegt sich noch was, hätte er vor einigen Jahren nicht gedacht/ Problem mit Umgang in der Mitgliederversammlung (als im weitesten Sinne ja auch „Gottesdienst“) der Mitglieder untereinander (Sven-Simon Lesaar)
    • zufrieden mit Kaffeepause/ schwierig: „Tassenklappern“ nach der Pause (Ellen Brecht)
    • positive Wahrnehmung (Bärbel Fiedler)
    • Schwierigkeiten gehabt, sich diese Form der Gottesdienstgestaltung überhand vorstellen zu können, mittlerweile positiv eingestellt/ Idee: gemeinsames Lied als Übergang zur Predigt (Renate Lawrenz)
    • Position der Kaffeepause in der Mitte des Gottesdienstes ist gut, wenige „brechen weg“/ schwierig: immer dasselbe Segenslied/ keine Schwierigkeiten, sich nach der Pause auf die Predigt einzustellen/ unangenehm: allgemeines Tuscheln während Vor- und Nachspiel (Ramona Jung)
    • unterstreicht vorgenannte Unruhe als unangenehm/ wünscht sich mehr Lehre in den Predigten, hat aber Verständnis dafür, dass der inhaltliche Ansatz missionarisch sein muss/ hat sich an Kaffeepause gewöhnt (Joachim Jäger)
    • Kaffeepause ist Möglichkeit für das Zuspätkommen (für Leute mit Familie z. B.)/ Mangel an Respekt in vielerlei Hinsicht schwierig: ggü. Gottesdiensibeteiligten, Fremden usw. (Frank Spielmann)

  • Antwort von Hendrik auf Einzelfragen:
    • zur Predigtqualität/ Art der Predigten und Inhalte:
      • wünscht sich Kritik zu seinen Predigten
      • möchte von seinen Predigten her vermitteln, dass die Vorbereitung der Predigt her qualitätvoll erfolgt ist
      • Plädoyer von HK: Predigt ist Predigt und keine Bibelarbeit
    • Unruhe:
      • Hinweis. Frühes Aufstehen von HK bei Schlusslied führt evtl. dazu, dass auch Andere dies als Signal zum Aufbruch/ Unruhe werten
      • Einfordern von Respekt ggü. den Gottesdienstbeteiligten
      • Idee: jeder der Anwesenden sollte sich bemühen, als Multiplikator tätig zu sein, um Unruhe zu vermeiden
    • Kaffeetrinken bei Predigt: * zu heißer Kaffee zwingt dazu, den Kaffee auch nach der Pause weiter zu trinken * wird sich vermutlich mit den Stühlen von allein zu erledigen * Verzicht auf Plastiklöffel/ Hinweis: die werden abgewaschen!
    • zu wenig Mitarbeiter
      • „Neue“ werden eingesetzt – das ist Methode! So entstehen Beziehungen und Leute werden integriert und wachsen hinein
      • Mitarbeit ist Chance als leichter Einstieg in die Gemeinde
      • grundsätzlich zu wenig Mitarbeiter in allen Bereichen
      • zu klären sind ggf. technische Veränderungen, um Kaffeevorbereitung zu erleichtern
      • Plädoyer, auch ungeplant bei der Kaffeepausen (zumindest Nachbereitung) mitzuhelfen (abräumen/ abwaschen)

Teil 02; Aufgabe des Gottesdienstes

  • Der Gottesdienst als „ständige missionarische Aktion“
    • jeder Gottesdienst ist missionarische Veranstaltung – wir brauchen keine Sonderveranstaltungen
    • Respekt ist vonnöten; dies betrifft den Umgang mit dem Gottesdienst im Gesamten/ den Menschen, die ihn verantworten/ unseren Gästen
      • wir müssen aufpassen, dass wir hier nicht zur familiär auftreten sondern zu vorgenannten Punkten lernen, Grenzen zu ziehen
    • Glauben und Gemeindezugehörigkeit ist nicht wichtig: der Mensch und Besucher als solcher ist wichtig
    • Begegnungen geschehen auf „niedrigem Niveau“ – wie im Treppenhaus: wertschätzend/ wahrnehmend/ nicht aufdringlich
    • Menschen wollen uns beobachten, in Ruhe gelassen werden, brauchen Chance dazu
    • eingeladen wird zu Sonderveranstaltungen/ nicht in Gottesdienste; wer schon mal im Gottesdienst war, kommt dazu auch wieder: interessant sind eben besondere Veranstaltungen

  • Anmerkungen/ Resümee:
    • ggf. ist das Empfinden, dass Gottesdienst missionarisch ist, noch nicht bei allen Mitgliedern angekommen – vielleicht noch mal nach innen besser kommunizieren
    • es gibt vereinzelt ein Defizitempfinden, was die Lehr-Tiefe des Gottesdienstes angeht - ggf. könnte man hier mit Angeboten wie Bibelgespräch/ Bibelseminartag/ Bibelwoche als Lehrveranstaltungen Abhilfe schaffen
    • ggf. einmal im Monat „richtig“ missionieren - mit Aufruf zur Entscheidung(?)
    • Idee: gegenseitiger Segensgruß
    • Vertrauen auf den Heiligen Geist – hier kommt es nicht auf die Sprache an, die wir wählen, letztlich ist der Geist entscheidend

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