Klaus W. Linke und Bernd W. Kliche – Besinnlichkeit

Ausstellung vom 25. Oktober 2015 bis 22. November 2015 in der Friedenskirche Charlottenburg

Der Tod ist im November Thema in der Friedenskirche. Passend zum Volkstrauertag und zum Totensonntag zeigen der Wetzlarer Fotograf Klaus W. Linke und der Berliner Maler Bernd W. Kliche ihre Eindrücke von den Fried- und Kapellenhöfen Europas. Die Ausstellung wird begleitet durch Predigten von Pastorin Miriam Stamm, in denen sie u.a. von ihren Erfahrungen in der Hospizarbeit berichtet.

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Das sagen die Künstler zu ihrer Ausstellung:

Bernd W. Kliche: "Über die eigentliche Bestimmung hinaus bieten Friedhöfe für Historiker, Kulturinteressierte und Künstler eine schier unendliche Fülle an Motiven und Anregungen, wobei die ästhetische Auseinandersetzung stets auch immer mit der Frage des "Wohin" emotional verbunden bleibt. Insofern war die Auseinandersetzung mit Friedhofskultur für mich eine sehr starke emotionale Erfahrung, die ich auf gar keinen Fall mehr missen möchte. Aber zurück zum Faktischen. Den Tiermaler Wilhelm Kuhnert, dem bis zum 6. Dezember 2015 eine Ausstellung in der Alten Nationalgalerie auf der Museumsinsel gewidmet ist, habe ich erst über seinen mit einem Löwenrelief verzierten Grabstein in Stahnsdorf kennengelernt, da er, trotz seiner hervorragenden Tierdarstellungen, offensichtlich im modernen Getriebe des Kunstapparates „vergessen“ wurde. Neben diesen Begegnungen mit zahlreichen Menschen aus der Vergangenheit, faszinierten mich die leider sehr oft verfallenden historischen Grabstätten mit ihrem Figurenschmuck, Pilastern, Säulen, Nischen, Kuppeln, Mosaiken und Portalen, meist deutlich durch kunstvoll gestaltete Eisengitter voneinander abgegrenzt. In beinahe allen Fällen wird diese morbide Friedhofsarchitektur von Efeu und wildem Wein überwuchert und damit zurückerobert von der Natur und aus anfangs kleinen Pflanzen sind auf einigen Friedhöfen Wälder geworden. Ausgangspunkt meiner größeren Gemälde waren Skizzen, die vor Ort entstanden. Ich habe z.T. bewusst farbliche Übersteigerungen vorgenommen, um die Faktoren Licht und Transzendenz damit zu betonen. Einige kleinere Bilder sind auf Reisen gemalt worden. Der größte Teil der Motive stammt aber aus Berlin und dessen erweitertem Umfeld."

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Klaus W. Linke: "Friedhöfe werden oft als Orte für die Toten bezeichnet, doch sind sie für die Lebenden noch viel wichtiger. Sie sind Stätten der Begegnung, grüne Lebensräume und vor allem in Großstätten Orte der Ruhe und der Besinnung. Deshalb der Titel ‚Besinnlichkeit‘. Bereits die frühen Kulturen wurden vom Umgang mit den Toten geprägt. Gräber bilden neben den Siedlungen eine große Kategorie archäologischer Denkmäler. Teilweise sind sie dem Verfall preisgegeben, gleichen eher Parks, in denen Hunde ausgeführt werden und die Grabsteine wie verirrte Relikte aus einer vergangenen Zeit zwischen den Bäumen stehen. Teils sind es wahre Kultstätten, die als Glanzlichter touristisch vermarktet werden. Aber auch diese, meist historisch gewachsenen Orte für Besinnlichkeit drohen verloren zu gehen. Urnengräberreihen, die eher an Plattenbausiedlungen erinnern, anonyme Rasengräber oder digitale Gedenkstätten zeugen von unseren veränderten Lebenswelten. Der Tod wird anonymer. Zeugen historische Gräber davon, dass die Hinterbliebenen der verstorbenen Person gedenken und sie in Erinnerung behalten wollen, ist bei den heutigen Trends offenbar selbst der Name schon egal. Besinnliches sucht man hier vergebens. Die Exponate der Ausstellungen zeigen die Uniformität von Soldatenfriedhöfen, die Beschaulichkeit englischer Kirchhöfe, bis hin zum Prunk und Pomp Pariser Gräber."

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Die Vernissage zur Ausstellung findet am Sonntag, 26.10.2015 um 12:00 Uhr nach dem Gottesdienst statt und wird von der Pianistin und Organistin Peggy Voigt stimmungsvoll begleitet werden. Pastorin Miriam Stamm wird bei ihrer Predigt am 08.11.2015 ausführlich auf Themen und Exponate der Austellung Bezug nehmen. Am Totensonntag, 22.10.2015 wird die Ausstellung mit einer Finissage beendet werden.

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