Ostergarten 2011

5 Meter Golgathaberg und 30 Säcke Waldboden - Die Ostergeschichte mit allen Sinnen erleben! 04. bis 15.04.2011

Der Ostergarten ist ein Erlebnisparcours mit 10 interaktiven Stationen des Lebens und der Passion Jesu für Jung und Alt. Die Ostergeschichte wird mittels Schauspiel und Symbolen zum Leben erweckt. Ein Kreuzweg in moderner Form.

Ideale Gruppenstärke ist 8 bis 12 Kinder. In der Regel wird eine große Schulklasse bzw. Kitagruppe aufgeteilt, um mit jeweils 10-12 Teilnehmenden den Garten zu erleben. Der erste Teil der Gruppe startet in den Garten, während der zweite Teil der Gruppe noch ca. 10 Minuten betreut wird und dann ebenfalls den Rundgang startet.

Die Friedenskirche Charlottenburg führt dieses Projekt seit 2008 in Kooperation mit ca. 20 Auszubildenden der bbw Akademie durch.

Zeitrahmen

Eine Führung dauert bei Kindern bis zur 2.Schulklasse 45 Minuten – nicht mehr! - und steigert sich je Alter der Teilnehmenden bis zu 90 Minuten. Kindergärten und Schulklassen kommen in der Regel nach telefonischer Anmeldung ab 08:30 Uhr bis ca. 14:00 Uhr.

Erwachsene, Konfirmandengruppen, Jugendgruppen, Seniorengruppen kommen am späten Nachmittag und in den Abendstunden – Liturgische Abendführungen am 07.04.2011 sowie am 14.04.2011 jeweils um 19:30 Uhr (Anmeldung erbeten) sowie am 23.04.2011 um 23:00 Uhr zum Osternachtgottesdienst vor dem Hügel Golgatha.

Anmeldungen

Ab sofort möglich unter ostergarten@die-friedenskirche.de oder unter 0178 258 13 08

Allgemeine Informationen zu Bibelgärten

Neben dem Ostergarten bieten wir auch in diesem Jahr wieder einen Weihnachtsgarten mit dem gleichen konzeptionellen Ansatz an. Infos hierzu und zu in den Vorjahren stattgefundenen Bibelgärten hier!

Der Ostergarten

Jede einzelne Station hat einen eigenen pädagogischen Wert und Nutzen. Deswegen legen wir einen besonderen Wert auf die dekorative Ausgestaltung, theologischer und pädagogischer Zielsetzung sowie Interaktion in jeder einzelnen Station.

Nicht mit allen biblischen Texten der Passion sollten Kinder aus entwicklungspsychologischen Gründen konfrontiert werden bzw. sollten diese nur mit besonderer Vorsicht bearbeitet werden.

Beschreibung der einzelnen Stationen und was Sie dort erleben können

Ankommen im Café

Die Gruppen kommen in einem Warteraum mit Spielmaterial und Getränken an. Hier können die Kinder ihre Jacken und Rucksäcke ablegen. Die begleitenden Lehrkräfte oder Eltern bitten wir, sich sofort namentlich bei den Mitarbeitenden im Café anzumelden. So wissen wir im Falle eines Falles sofort, wer wen als Bezugsperson hat!

Station 0 = Der Beginn

Zu Beginn der Zeit-Reise setzen sich die Kinder in einem besonderen Raum in einem Stuhlkreis zusammen. Es gibt eine kurze Vorstellungsrunde. Die begleitenden Lehrkräfte hören zu und beobachten.

In der Mitte des Kreises liegen verschiedene Gegenstände, die die Kinder mit Ostern assoziieren, wie z.B. Ostereier, (Schokoladen-)Osterhasen, Bilder von Osterlämmern, ein Osterstrauch o.ä.. Viele dieser Gegenstände sind den Kindern bekannt und sollen als Gesprächsanregung dienen und auch helfen, den Ursprung und den Brauch des Osterfestes altersadäquat zu erläutern. Am Ende laden wir zu einer Zeitreise ein, welche in die Zeit 32 nach Christus geht.

Auf dem Weg nach Jerusalem zum großen Passahfest: Der Boden ist mit Sand aufgefüllt und die Kinder gehen manchmal barfuß. Jesus wurde bejubelt, denn er heilte kranke Menschen und half den Armen. Pflaster, Rollstuhl und andere Utensilien liegen herum.

Station 1 = Ein Promi im Dorf – Die Segnung der Kinder im ersten Dorf auf dem Weg zum Passahfest

Es liegen Fotos von Kindern aus oder hängen an der Wand. Was fällt den Besuchern beim Betrachten dieser Bilder auf? Jesus sind Kinder wichtig. Im Ostergarten kommt „Jesus“ plötzlich von hinten in das Geschehen hinein und stellt die Kleinen nach vorn. Der „Promi-Star“ Jesus verteilt Autogramme. Damals waren die Autogramme das „Hand-auflegen“/Segnen.

Übertragung:
Jesus sind Kinder wichtig. Dies stärkt das Selbstbewusstsein und gibt Kraft zum Abgrenzen. Seitdem können Kleine zu den Großen sagen: „Klein aber oho!“ Dabei sollen sie selbstbewusst mit dem Fuß aufstampfen.

Station 2 = In Jerusalem angekommen: Das Scherflein der Witwe oder Erinnerungen an schöne Kinder.reise.tage – Jesus geht in den Tempel

Volksfeststimmung in Jerusalem! Die Geschichte wird erzählt. Jesus ist anwesend. In der Mitte ist ein Opferkasten für Spenden. Weihrauch in der Luft. Die Kinder schätzen das Geld, welches Reiche (Schaufensterpuppen) in Händen halten und spenden. Es wird applaudiert. Eine Witwe tritt herein und spendet nur ein paar Groschen.

Übertragung:
Heute verhalten sich Sponsoren nicht anders: „Unter Beifall“ und gut sichtbar spenden sie. Es ist aber lediglich eine Position im Jahresbudget. Unsere Erfahrung ist, dass die Kinder auch ohne Vorkenntnisse immer auf Seiten der Witwe sind! Die Botschaft lautet: Es kommt drauf an, was man von Herzen tut – das zählt bei Gott

Station 3 = Abendmahl und Abschied

Jesus tritt in den Raum und wäscht sich die Füße und „setzt“ sich an den Tisch. Auch die Kinder. Damals legte man sich zu Tisch. Kinder, die das möchten, können sich gerne die Füße waschen lassen. Danach verteilt Jesus das Brot und den Kelch und erzählt von seinem Abschied inmitten der guten Stimmung!

Übertragung:
Die Kinder kennen Abschiedserlebnisse und teilen ab dieser Station die Trauer! Sie erzählen! Oft ziehen sich Kinder unter das Bett zurück oder sagen nicht brav „Auf Wiedersehen“ (und die Erwachsenen mahnen…). Jesus war nicht anders: Er zog sich auch zurück, aber mit seinen engsten Freunden.

Station 4 = Im Garten Gethsemane hört man die Grillen zirpen

Die Kinder sitzen im dunklen Garten, lauschen, riechen und Jesus sitzt mitten unter ihnen. Er betet. Der Guide: „Wir sind in unserem Versteck in Sicherheit!“ Plötzlich stürmen Soldaten in das Geschehen und verhaften Jesus. Drei ausgewählte Kinder spielen „Petrus“ und krabbeln hinterher – leise. Sie kommen zurück und berichten. Dann folgt der Rest der Gruppe und schleicht sich in den nächsten Raum.

Station 5 = Vor Gericht: Pilatus wollte eigentlich, traute sich aber nicht

Gerichtsszene, Soldaten, Stuhl… Pilatus steht mitten im Raum und fragt Jesus aus. Die Kinder sind zusammen mit dem Guide versteckt und beobachten die Szene. In dieser Station kommt Pilatus und fragt die Menschenmenge: Wen wollt ihr, dass ich frei lasse? Die Menschen plädieren für Barrabas! Da die Kinder unmittelbar in der Menge der Rufenden stehen, sind sie nun Teil der Geschichte. Am Ende wäscht Pilatus seine Hände.

Übertragung:
Pilatus hätte helfen können – wir hätten auch schon oft helfen können. Manchmal sagen wir, wir konnten ja nix dafür. Da sagt man, ich wasche meine Hände in Unschuld. Wir versuchen alle gerecht zu handeln, schaffen es aber nicht immer, wie Pilatus.

Station 6 = Kreuztragen - beim Kreuztragen nutzen Feiglinge die Menschenmasse aus

Alle gegen einen. Auch das hat Jesus erlebt. Er hat sich nicht gewehrt, er hätte Engel zur Hilfe herbeirufen können. Aber er hat es ertragen. Die Kinder können in dieser Station selbst ein Kreuz tragen und die Last nachempfinden, die auf Jesu Schultern lag.

Station 7 im Kirchensaal = Golgatha - Kreuzigung

Der Golgathagipfel ist ca 4 Meter hoch aufgebaut und oben stehen drei Kreuze. Die höheren Klassen erfahren an welcher Stelle er starb, wer neben ihm war und was er zu trinken bekam usw. Essig kann gerochen werden. Nägel, Hammer werden herumgereicht.

Kindergartengruppen wandern NUR vorbei. Lediglich der Hinweis, „da oben ist er gestorben“.

Station 8 = Tod

Die Kinder gehen ins Grab hinein. Sie sehen dort eine in Laken gewickelte Puppe- die Leiche. Durch das dunkle Grab, das mit Schwarzlicht bestrahlt wird, leuchtet die Leiche und die Stimmung ist recht angespannt.

Übertragung:
Manchmal sterben Menschen, die wir sehr lieb haben. Der Tod ist unangenehm. Deswegen raus aus dem Dunkel hier! Am Ende der Höhle ist eine Tür. Wenn diese geöffnet wird…

Station 9 = Licht! Die Auferstehung Jesu

Die Besuchenden holen in diesem hellen, freundlichen Raum tief Luft und sind erleichtert. Dann stürmen zwei Frauen herein, Maria und Maria. Sie verkünden sehr aufgeregt die frohe Botschaft.
Übertragung und Abschluss im Auferstehungsraum oder einem separaten Raum
Die Stationen werden noch einmal gemeinsam benannt und kurz inhaltlich besprochen. Die Kinder werden gefragt, wie sie den Ostergarten fanden, ob sie noch Fragen haben, was ihnen am besten gefallen hat, was ihnen nicht gefallen hat. Die Kinder werden verabschiedet.

Email-Reaktionen

Der Besuch mit den Kindern aus einer vierten und dritten Klasse am xxx war ein voller Erfolg! Mit herzlichen Grüßen und in der Hoffnung auf weitere Aktionen wünsche ich mir weiteren Kontakt. Sehr gut hat mir die abschließende Wiederholung gefallen!

... haben sie herzlichen Dank für die Ostergartenbesichtigung. Es hat mir viel Freude bereitet und mich stark beeindruckt. Wir hatten über zwei Termine gesprochen, an denen ich mit Kindern der xxx-Schule kommen möchte. Ich nehme gerne beide Termine wahr. An dem ersten Termin würde ich mit 20 Kindern der Grundschule (Jül-Klassen) kommen. Am xxx dem xx. März würde ich dann mit ca. 19 Schüler/innen zu Ihnen kommen! Ich freue mich auf den Besuch bei Ihnen und verbleibe mit freundlichen Grüßen ...

... im letzten Jahr war ich 2x sehr begeistert über meinen Besuch mit meinen 3. Klassen. Ich würde gerne wieder kommen. Aber auch mit "Großen" aus der 6. Klasse.

... Sehr geehrter Herr xxx, vielen Dank für Ihre Information. Ich war leider ein bisschen spät dran in diesem Jahr. Danke auch für die Hinweise auf kommende Aktivitäten. Kollegen berichteten mir sehr positiv von der Arbeit in Ihrer Gemeinde! Mit freundlichen Grüßen xxx .

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