450. Todestag Philipp Melanchthons

Bildvortrag: Ein Rückblick auf Luthers Mitarbeiter aus freikirchlicher Perspektive von Prof. Dr. Dr. Martin Rothkegel
Zeit: Montag 26.04.2010 um 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr
Ort: Friedenskirche Charlottenburg, Bismarckstr. 40 in 10627 Berlin
1518 wurde Philipp Melanchton aus Bretten Professor für Griechisch an der Universität Wittenberg. Der damals nur einundzwanzig Jahre alte, nur eineinhalb Meter große Schwabe entpuppte sich als eines der herausragendsten wissenschaftlichen Talente, die Europa im 16. Jahrhundert sah. Bald wurde er zum wichtigsten Mitarbeiter des Reformators Martin Luther. Das Augsburgische Bekenntnis von 1530, bis heute die wichtigste Bekenntnisschrift der evangelisch-lutherischen Kirchen, wurde nicht von Luther, sondern von Melanchthon verfaßt. Melanchthon gilt als der Begründer der engen Verbindung von evangelischem Christentum und Bildungseifer. Nicht nur in Deutschland, sondern in weiten Teilen Europas war er der erfolgreichste Schulbuchautor seiner Zeit.
Am 19. April 2010 jährt sich Melanchthons Todestag zum 450. Mal. Der Bildvortrag würdigt einerseits die Leistungen Melanchthons für Glaube und Kultur, macht aber auch auf die uns heute fremden Seiten des großen Reformators aufmerksam, so auf seine hart intolerante Einstellung gegenüber religiös Andersdenkenden wie den Täufern.
Martin Rothkegel, Latinist und Theologe, ist Professor für Kirchengeschichte am Theologischen Seminar Elstal (Fachhochschule). Sein Forschungsgebiet ist die Geschichte der freikirchlichen Glaubensbewegungen.
Mehr Infos zu Philipp Melanchthon auch unter
Philipp Melanchthon in Wikipedia (e).