Berliner Singfoniker und Artemision: Weltliche Klänge der Renaissance

Konzert am Sonntag, den 05.07.2015 um 18:00 Uhr in der Friedenskirche Charlottenburg

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Die Berliner Singfoniker, ein klassischer gemischter Chor von 40 Sängerinnen und Sängern, wurde 1998 von Edith Ahrens und Rolf Ahrens in Charlottenburg gegründet. Das Interesse des Chores gilt hauptsächlich der a cappella Literatur - in diesem Konzert den Madrigalen der Renaissance. Begleitet wird der Chor vom Lauten-und Gambenensemble ARTEMISION mit Andreas Arend.

Die eher nicht so gut mit dem Repertoire vertrauten Konzertbesucher haben vielleicht bei "Madrigal" oder "Renaissance" sofort bestimmte Assoziationen, die möglicherweise in Kategorien von "strenger" oder "alter" oder "geistlicher" Musik zu fassen sind – doch werden sie mit Sicherheit überrascht sein, wie weltlich und "irdisch" diese Madrigale sind, drehen sie sich doch hauptsächlich um das, was die Menschheit schon immer bewegt hat und immer bewegen wird: um die Liebe mit all ihren Facetten...

So klagt ein leidenschaftlich Liebender in dem Lied "Fyer, fyer": "Mein Herz!! So helft mir doch - keiner hilft mir!" In "Weep mine Eyes" - John Wilbye hatte hier die altgriechische Geschichte von Dido und Leander vor Augen - tröstet eine Frau ihren Liebsten mit der Verheißung, sich im Paradies wieder zu treffen und sich dort für immer zu lieben. In dem wunderbar melancholischen "Je me levé" oder "Dindirindin" bittet eine Frau die Nachtigall, doch ihrem geliebten Freund zu sagen, dass sie schon verheiratet ist. Auch in den beiden Monteverdi-Madrigalen geht es um die Liebe in schwierigsten Situationen - die Texte sind in "Il pastor fido" von Guarini zu finden - eine verworrene, etwas krude Handlung voller Intrigen, Verwicklungen und mit einem letztlich gutem Ende - aber was hat Monteverdi daraus gemacht!

Humorvolles fehlt natürlich auch nicht. So wird in "Il est bel e bon" lautmalerisch das Gackern der Hühner dargestellt - mit einem kleinen Zwinkern in Richtung einer Frau, die ihrer Nachbarin erzählt, wie ihr Mann alles im Haushalt macht, selbst die Hühner füttert, sie dagegen in ihrer dadurch freien Zeit eigene Wege geht. Lustig ist auch, wie sich zwei Sänger in "L `eccho" streiten, wer denn nun mit Singen anfängt. Titelgebendes Madrigal des Abend ist "Alla cazza", in dem eine Jagdszene geschildert wird.

Von den deutschen Madrigalen ist eines besonders hervorzuheben, weil es so typisch das Streitgespräch eines Liebespaares über nur allzu bekannte Themen zeigt: "Ich brinn und bin entzündt gen dir, doch nicht aus Lieb, magst glauben mir".

Die Singfoniker sind am 05. Juli um 18:00 Uhr in der Friedenskirche zu erleben. Der Eintritt ist frei, über eine Spende freuen wir uns.

Text: Marion Kissmann

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