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Krieg und Trauer aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen
Am Ukraine-Gedenktag wurde der Ernst-Reuter-Platz zu einem offenen Ort des Erinnerns und des Austauschs. Der Krieg begann 2014 mit der Annexion der Krim und eskalierte 2022 zum großangelegten Angriff auf die Ukraine. Vier Jahre nach Beginn des großangelegten Angriffs auf die Ukraine standen die Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt. Krieg und Gewalt prägen ihren Alltag – auch in Berlin, in Familien, Schulen und Freundeskreisen.

Im gläsernen Pavillon entstanden Schreibgespräche und moderierte Runden. Jugendliche und Erwachsene hielten fest, was sie bewegt: Was hat sich eingegraben? Was bleibt als Sorge oder Trauer? Welche Hoffnungen und Wünsche richten sich an Politik, Schule und Stadtteil? Wo gelingt es im Alltag, Konflikte ohne Gewalt zu lösen? Der Ort war durchgehend gut besucht, viele blieben, hörten zu und brachten eigene Gedanken ein.

Zum Abschluss um 17 Uhr würdigte Bezirksstadtrat Simon Hertel das Engagement der Beteiligten. Aus den verschiedenen Themenräumen wurden Stimmen verlesen, eine Kerzenaktion und ein gemeinsames Schweigen setzten einen stillen Akzent des Gedenkens. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Big-Band des Heinz-Berggruen-Gymnasiums.

Im Verlauf des Tages meldeten sich zahlreiche Lehrkräfte mit dem Wunsch, künftig mit ihren Klassen teilzunehmen – ein starkes Echo und ein Auftrag zur Fortsetzung. Organisiert und umgesetzt wurde der Gedenktag von der Friedenskirche Charlottenburg auf Bitte des Jugendamts, getragen von ihrer Erfahrung in Gedenk- und Bildungsarbeit mit jungen Menschen.

Schüler:innen der Big-Band des Heinz-Berggruen Gymnasium
Ein klares Zeichen blieb: Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Schutz, Würde und eine gewaltfreie Zukunft – immer und überall.

Jugendstadtrat Simon Hertel


